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Handweberei


Nach meiner Schullaufbahn kam für mich nur ein handwerklicher Beruf in Frage. Ich erlernte das Weberhandwerk auf der Berufsfachschule in Siegen. Danach folgten die Gesellenjahre in einer sozialtherapeutischen Handweberei. Das Meistervorbereitungsjahr an der Berufsfachschule für Weberei und Webgestaltung in Sindelfingen schloss ich mit der Meisterprüfung ab. In den beiden Berufsschulen lernte ich sehr viele verschiedenen Webtechniken kennen, was in einem Handwerksbetrieb so nicht möglich gewesen wäre. Ich bin sehr dankbar, dass ich beide Webschulen besuchen konnte, die es in dieser Form leider nicht mehr gibt.

Im Sommer führe ich im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof das Weben am Webstuhl mit Schnellschussvorrichtung vor.




Gern bin ich in meiner Schulweberei, wo ich textiles Werken und Weben unterrichte.

Das Bandweben mit Brettchen fasziniert mich ebenfalls, und es gab eine Zeit, in der ich intensiv Brettchen webte. Das Brettchenweben ist eine sehr interessante Technik. Ist man ihr einmal verfallen, kann man sich fast nur noch damit beschäftigen.

Zum Bandweben als Mitmach-Aktion kam ich, als die Frage an mich gerichtet wurde, ob ich Webaktionen für Besucher durchführen könnte. Da bietet sich das Bandweben mit dem Webekamm einfach als ideal an.

Weben in all ihren verschiedenen Möglichkeiten macht mir viel Freude. Ich unterrichte gern und probiere neue Bindungen und Muster aus. Ich kann wirklich sagen, dass mein Beruf auch meine Berufung ist.


Geschnitzter Webekamm

Mittlerweile besitze ich eine Sammlung von Bändern in unterschiedlichen Kettripstechniken aus der ganzen Welt. Es ist faszinierend zu sehen, wieviel Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen bestehen.

Ganz großer Dank gebührt meinem Mann und meinen beiden Söhnen, welche mir immer wieder als „Weberknechte“ zur Seite stehen, sei es beim Kette Aufbäumen am Webstuhl oder beim Einrichten und Gestalten dieser Website. Ohne sie könnte ich das Handwerk nicht in dieser Form präsentieren.